Hallo Leute, Chery ist mal wieder dabei, ein großes Ding aufzuziehen! Neuesten Informationen zufolge startet der Arrizo 8 PRO am 1. März in die Vorverkaufsphase – und diese Kompaktlimousine mit dem PRO-Suffix ist alles andere als einfach gestrickt.
Die neu gestaltete Mecha-Frontpartie gepaart mit dem intelligenten Cockpit auf Basis des 8155-Chips und dann noch das versteckte 2.0T-Kraftpaket mit 390 Nm Drehmoment – allein wegen dieser Ausstattungsliste dürfte es im Markt der Familienlimousinen der 10.000- bis 15.000-Euro-Klasse ordentlich Staub aufwirbeln.

Aber eines vorweg: Diese Fahrzeugbewertung ist absolut nicht gesponsert – wir nehmen Stärken und Schwächen gleichermaßen auseinander!
Was die Design-Evolution der aktuellen chinesischen Autos angeht, ist der Arrizo 8 PRO definitiv ein Meilenstein.
Die achteckige, geschwärzte Frontgrille wirkt wie ein Mech-Krieger, im Wabengitter verbirgt sich zudem eine aktive Luftzufuhr, und zusammen mit den haifischzahnartigen Luftleitblechen an beiden Seiten hat diese Optik auf jedem Parkplatz absoluten Wiedererkennungswert.
Von der Seite betrachtet verleiht die Fastback-Silhouette zusammen mit den 19-Zoll-Zweifarbenfelgen (exklusiv für die Topversion) und der durchgehenden Gürtellinie dem 4,78 Meter langen Fahrzeug eine geradezu gepardenhafte Dynamik.

Kritikpunkt: Die versenkbaren Türgriffe sehen zwar edel aus, aber unsere Freunde im Norden sollten das Einfrierrisiko im Winter im Blick behalten.
Kaum öffnet man die Tür, springt einem der 15,6-Zoll-Zentralbildschirm direkt ins Auge – eine Nummer größer als beim Tesla Model 3.
Der Clou: Der 8155-Chip ist serienmäßig in allen Versionen verbaut, die Sprachaktivierung reagiert im Test in unter einer Sekunde und kann gleichzeitig mehrere Befehle wie Navigation + Musik + Klimaanlage ausführen.
Das kabellose Ladebrett wurde auf 50-W-Schnellladung aufgerüstet – im Test lädt es ein iPhone 15 in 30 Minuten auf 80 % auf.

Sitzbelüftung + Massage – dieses Killer-Duo hält nun auch in der 15.000-Euro-Klasse Einzug, ein Segen für Langstreckenfahrten.
Aber Vorsicht: Die Klavierlack-Oberflächen sehen zwar hochwertig aus, sind aber wahre Fingerabdruck-Sammler – Zwangsgestörte sollten sich unbedingt ein Wildledertuch bereitlegen.
Diesmal hat Chery endlich seinen Parade-2.0T-Motor nach unten durchgereicht – mit 187 kW und 390 Nm deklassiert er den 2.0T des Geely Xingrui direkt.
Testberichten zufolge soll der Sprint von 0 auf 100 in 6,8 Sekunden gelingen – für einen Fronttriebler ist das wahrlich brachial.
Zu beachten ist jedoch, dass das beim 2.0T-Modell verbaute 7DCT-Getriebe bei langsamer Kolonnenfahrt noch leichtes Ruckeln zeigt. Die 1.6T-Version ist mit ihren Werten (145 kW/290 Nm) zwar nicht schwach, eignet sich aber eher für gemütliche Fahrer.

Beim Fahrwerk setzt man auf MacPherson vorn und Mehrlenker hinten, die Abstimmung ist sportlich ausgelegt, über Bremsschwellen reagiert das Fahrzeug recht straff, dafür ist die Kurvenstabilität wirklich beeindruckend.
Wer mit 15.000 Euro Budget eine sportliche Familienlimousine sucht, sollte direkt zur 2.0T-Topversion greifen – Fahrassistenz der L2+-Klasse und Sony-Soundsystem sind das Geld absolut wert; für überwiegend familienorientierte Nutzung empfiehlt sich die mittlere 1.6T-Ausstattung, der Verbrauch lässt sich bei etwa 7 Litern halten.
Wichtiger Hinweis: Nach dem Marktstart im April unbedingt eine Probefahrt machen und dabei besonders auf die Geschmeidigkeit des Doppelkupplungsgetriebes und die Flüssigkeit des Infotainments achten.

Wenn es bei der Blindbestellung 5 Jahre kostenlose Wartung gibt, kann man darüber nachdenken – aber lasst euch vom Verkäufer bloß nicht einreden, das 10.000-Euro-Sonderpaket dazuzubuchen, all das bekommt man auf Taobao zum halben Preis.
Im Vergleich zum gleichpreisigen Xingrui und UNI-V hat der Arrizo 8 PRO bei Leistungsdaten und intelligenter Ausstattung tatsächlich die Nase vorn, doch die Markenstrahlkraft bleibt der wunde Punkt. Chery sollte beim Marketing mehr Gas geben, damit gute Produkte nicht an mangelnder Bekanntheit scheitern.
Schade ist zudem, dass es keine Hybridversion für die gesamte Baureihe gibt – bei den schwankenden Spritpreisen wäre eine 1.5T-Plugin-Hybrid-Version ein absoluter Volltreffer gegen den BYD Qin PLUS.



