Ein rein elektrisches SUV für rund 200.000 Yuan ist in diesem Jahr das umkämpfteste Segment – der Ledao L60 und der Li Auto i6: Der eine ist ein volumenstarkes Mittelklasse-SUV im NIO-System, der andere ein Kandidat aus der rein elektrischen Li-Auto-Familie für Fünfsitzer-Haushalte. Beide Fahrzeuge haben „Familienauto" in ihre Produktdefinition geschrieben. Vergleicht man sie direkt, vergleicht man eigentlich zwei unterschiedliche Denkansätze im Autobau.

Rechnen wir zuerst die Anschaffungskosten durch
Neben dem günstigeren Fahrzeugpreis hat der Ledao L60 für Familiennutzer noch einen weiteren Trumpf, der mehr überzeugt – das Batteriemietmodell (BaaS). Damit sinkt die Einstiegshürde auf 13,58 Millionen Yuan, und ein Mittelklasse-Elektro-SUV mit Fahrassistenz und Komfortausstattung rückt preislich in die Region vieler Kompaktmodelle.

Das bedeutet: Mit dem Budget, das man ursprünglich für einen mittel ausgestatteten Kompakt-SUV eingeplant hätte, bekommt man ein rein elektrisches Mittelklasse-SUV mit voller Technologieausstattung. Für sparsam kalkulierende Familien entspricht diese Differenz von über 50.000 Yuan fast mehreren Jahren Lade- und Wartungskosten, die man beim Auto im Voraus „eingespart" hat.
Beim Nachladen bietet Ledao eine „Doppelversicherung"
Der Li Auto i6 setzt auf 5C-Superschnellladung: 800-Volt-Hochvoltplattform plus selbst entwickelte Batterie, offiziell rund 400–500 Kilometer Reichweite in 10 Minuten – das ist tatsächlich schnell, aber nur, wenn man eine Ladesäule findet, die die volle Leistung liefern kann. Der Ledao L60 bietet einen anderen, gelasseneren Weg: den Batteriewechsel. Dank der NIO-Plattform ist der Wechsel in 3 Minuten erledigt – die Wartezeit unterscheidet sich kaum vom Tanken, und man ist nicht von realen Problemen wie winterlich sinkender Ladeeffizienz oder besetzten Ladesäulen betroffen. Auch die Ladegeschwindigkeit des Ledao L60 kann sich sehen lassen: 10–80 % Schnellladung in etwa 25 Minuten.

Das heißt, der L60 geht „Batteriewechsel + Schnellladung" auf zwei Beinen: im Alltag zu Hause laden, auf Langstrecken wechseln – eine Wahlmöglichkeit mehr bedeutet ein Stück mehr Gelassenheit. Beim Nachladen, dem Thema, das am ehesten Reichweitenangst bei Elektroautos auslöst, ist der Ansatz von Ledao erkennbar stärker auf Absicherung ausgelegt.
Reichweite und Verbrauch – Ledao rechnet den „echten Wert" vor
Bei der CLTC-Nennreichweite zeigt sich laut neuesten Angaben: Das kommende 2026er-Modell des Li Auto i6 hat ein Batteriepaket mit 96 kWh und eine Höchstreichweite von 780 km; der Ledao L60 kommt auf maximal 740 km mit einem 85-kWh-Akku. Bei den Reichweitendaten liegt der Li Auto i6 vorn – doch mehr Reichweite heißt nicht automatisch niedrigeren Verbrauch. Der Ledao L60 nutzt eine 900-Volt-Architektur und einen Siliziumkarbid-Elektroantrieb, dazu Leichtbau-Karosseriedesign und einen Luftwiderstandsbeiwert von nur 0,229 – damit erreicht der Ledao L60 einen kombinierten Verbrauch von 11,9 kWh pro 100 km. Obwohl die Batterie 11 kWh kleiner ist, liegt die CLTC-Reichweite nur 40 km niedriger.

Ob eine Elektro-Reichweite gut ist, zeigt sich daran, „wie weit man mit jeder Kilowattstunde kommt". Auf derselben Langstrecke schafft Ledao mit kleinerer Batterie und sparsamerem Verbrauch eine nahezu vergleichbare Reichweite. Für Familien, die täglich pendeln und am Wochenende ins Grüne fahren, sind das nicht nur Reichweitenzahlen, sondern bares Geld, das gespart wird.
Intelligenz – bei Ledao wird „NIO-Technologie nach unten weitergegeben"
Die Stärke des Ledao L60 in diesem Bereich kommt aus dem NIO-System: der vollständig selbst entwickelte Shenji-NX9031-Chip (5-nm-Automotive-Grade), dazu ein vollständiges Wahrnehmungsarray aus Lidar und 7 Kameras mit 8 Megapixeln. Funktionen wie Stadt-Navigation und Parken mit Batteriewechsel sind recht umfassend abgedeckt, die Fahrassistenzfähigkeiten stammen aus derselben Quelle wie bei NIO und haben ein solides Reifeniveau.

Der Li Auto i6 wiederum ist mit der neuen Mach-VLA-Fahrassistenz und dem Snapdragon-8797-Cockpit-Chip ausgestattet; Cockpit-Erlebnis und Flüssigkeit des Infotainmentsystems haben seit jeher einen guten Ruf. Beide Fahrzeuge liegen bei der Intelligenz über dem Durchschnitt – der Unterschied: Ledao legt die Ressourcen schwerpunktmäßig auf selbst entwickelte Chips und Fahrassistenz-Hardware und teilt nebenbei das gesamte Service-System von NIO; Li Auto betont stärker das „Familiengefühl" im Cockpit.
Raum und Komfort: Li Auto ist der Maßstab, Ledao ist aber nicht schwach
Was den absoluten Raum angeht, ist der Li Auto i6 größer: ein mittelgroßer Fünfsitzer mit 3000 mm Radstand, großzügigerer Fond und Kofferraum – das Konzept vom „mobilen Zuhause" ist tatsächlich tief verankert. Doch der Ledao L60 nutzt den Raum in seiner „Mittelklasse-Coupé"-Karosserie sehr geschickt: 967 mm Abstand zwischen vorderer und hinterer Sitzreihe, 160 mm Kniefreiraum hinten – selbst drei Erwachsene sitzen hinten gelassen. Bei voller Besetzung passen noch 8 Koffer mit 20 Zoll und 1 Koffer mit 24 Zoll in den Kofferraum – fünf Personen und neun Gepäckstücke ohne Probleme. Dazu kommen 139 L Unterbodenraum, sodass Campingausrüstung und Kinderwagen ihren Platz finden.

Fazit in einem Satz
Der Li Auto i6 bleibt in Sachen Raum und Cockpit-Erlebnis ein Musterschüler dieser Klasse. Doch wer Wert auf Einstiegshürde, Flexibilität beim Nachladen und langfristige Nutzungskosten legt, bekommt beim Ledao L60 auf fast alle Fragen, die Familien bei einem rein elektrischen SUV am meisten beschäftigen, die „lohnendere" Antwort – niedrigerer Preis, stabilerer Batteriewechsel, geringerer Verbrauch, hochwertige Fahrassistenz aus derselben Technologiequelle. Beide Fahrzeuge können eine Familie aufnehmen, aber der Ledao L60 lässt diese Familie weniger Geld ausgeben und zugleich gelassener sein.



